Naturdetektive erkunden mit dem LUMBRICUS die Ferndorf am Stift-Keppel in Hilchenbach

Auf Einladung der Biologischen Station reiste der „Lumbricus“, der Umweltbus der Natur- und Umweltschutzakademie des Landes NRW (NUA), am Mittwoch nach Hilchenbach, um mit Kindern im Alter zwischen 7 bis 11 Jahren eine Bacherkundung im Rahmen des Kinderprogrammes „Natur-Detektive“ durchzuführen.


Das LUMBRICUS–Team mit Stefanie Horn, Regina von Oldenburg und Matthias Niesbach hatten sich ein schönes Programm für den Vormittag ausgedacht. Nach einer abwechslungsreichen Einführung konnten die Kinder mit Sieb und Pinsel ausgestattet in der Ferndorf unter den Steinen, an Ästen, im Laub oder im Sand nach den kleinen Bachtieren suchen. Diese wurden in mitgebrachten Schalen, die mit Bachwasser gefüllt wurden, gesammelt. Im Umweltbus konnten sie anschließend näher betrachtet und mit einem Bestimmungsschlüssel bestimmt werden. Eine besondere Beobachtung war u.a. eine Eintagsfliegen Larve, die plötzlich in einer der mitgebrachten Schalen schlüpfte und sich kurze Zeit später am Rand der Schale als geflügeltes Insekt hinsetzte.


Nach einem Geschicklichkeitsspiel mit einem Wassertropfen wurden die aussortierten Lieblingstiere, wie z.B. die Gebänderte Prachtlibelle, die Flussnapfschnecke oder die Stein-, Eintags-, bzw. Köcherfliegen, noch einmal ganz nah und groß in einem besonderen Film betrachtet.
Die Kinder hatten von den UmweltpädagogInnen erfahren, dass sie anhand der gefundenen Tiere selbst herausfinden können, was für eine Wasserqualität der Bach hat und ihm eine Note von 1 bis 5 geben können. Alle waren sich schnell einig, dass die Ferndorf die Note 2 bekommt, also eine gute Wasserqualität hat.

Ein großer Dank geht an den Leiter der Stiftsverwaltung, Herrn Wagener, der ganz unkompliziert half und uns gestattete, auf dem Gelände des Stift Keppel mit dem Umweltbus zu halten, um von dort aus die Ferndorf zu untersuchen!

 

Fotos und Text: Sabine Portig

 

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